Wandel von illegal über legal nach sch…egal

Wandel im Kabarett
Screenshot Kabarett Brennnnesseln aus dem Programm Sender II

Horch, was kommt von draußen rein, möchte man künftig denken, wenn Anspruchsdenken in die Köpfe der Beanspruchenden gelangt ist und der Wandel in Legalität mit Besitzergreifen gepaart bzw. verwechselt  wird. 

Was sich so herausstellt

Alles, was ein unredlicher Wandel schließlich doch an die Oberfläche befördert, veranlasst schon lange die verantwortlichen Politiker, das Volk des Unverständnisses mit formschönen Wortbeiträgen zu belügen bis die Balken sich nicht nur biegen, sondern inzwischen angesichts solcher Infamie zu bersten drohen. Sie benutzen ein Vokabular, das es sogar einem Schriftsteller in jüngster Vergangenheit wert war, eine Art Lexikon für politisches Vokabular herauszugeben. Die Redenschreiber scheinen Experten in dessen Verwendung zu sein. Das ist wohl auch der Grund, warum Frau Dr. Merkel gerne vom „Zettel“ abliest und ihre (deren) Worte gelassen und emotionslos in die Menge schleudert. So auch gestern in Marrakesch. Ihre Mimik war haargenau dieselbe satanische Grimasse wie die, als sie ihre Freude über die Wahl von Kramp(f)-K(n)arrenbauer zur Chefin der CDU auszudrücken versuchte.

Der Wandel hat nicht nur die Politik und unser gesellschaftliches Leben ergriffen, sondern drückt sich auch in der Berichterstattung der Lei(d)tmedien aus. So berichtete die „Aktuelle Kamera“ gestern Abend zur Prime Time, dass ja nun der Migrationspakt von mehr als 150 Mitgliedsstaaten der UN genehmigt worden sei. Man ließ den Zuhörer mit einer lückenhaften Information allein zurück. Nämlich dergestalt, dass 1. Diese Genehmigung auch eine Unterzeichnung beinhaltete und 2. die UN Vollversammlung aus stolzen 193 Staaten besteht und somit rein rechnerisch sehr deutlich mehr Staaten als nur die paar in der nahen Vergangenheit erwähnten von der Zustimmung und der Unterzeichnung des Paktes zurückgetreten sind. Des Weiteren klang es wie Satire, dass dieses Medium ganz sachlich das Publikum darauf hinwies, doch bitte auf deren Webseite das Vertragswerk aufzurufen. Der Wortlaut stünde jetzt zur Verfügung. Und genau das war gestern mein „Schenkelklopfer“ der Woche – oder meint jemand, die Woche sei noch nicht zu Ende und da käme noch mehr? Denn seit Wochen steht der Vertragstext im Netz zur freien Verfügung – sowohl in Englisch als auch in Deutsch, wobei die Übersetzung ins Deutsche gewisse Auslegungen zulässt, wie ich bereits schon hier beschrieb. In ihrer Rede in Marrakesch sendete Merkel die üblichen Worthülsen aus und betrieb übelste Propaganda i.S. Migrationsideologie. Sie diffamierte sogar die Gegner des Paktes, indem sie behauptete, diese würden die Ängste der Gegner dazu benutzen, „Falschmeldungen in Umlauf zu bringen“.

Die Stammelei ist wahrscheinlich der Tatsache geschuldet, dass unsere götzengleiche Kanzlerin sich ihre Reden schreiben läßt und deshalb bei Zeilenverlust beim Ablesen ins Schleudern gerät, weil sie gar nicht weiß, wovon sie redet (was sie da abliest).

Doch ich will nicht nur über Merkel meckern. Die Grünen bezeichnen diesen Pakt als „ein historisches Signal der Weltgemeinschaft“. Recht haben sie! Der Pakt ist so historisch und bislang einmalig, dass er in naher Zukunft, sollte er nicht gekippt werden, jedem im Einwanderungsland schwer auf die Füße fallen und im Gedächtnis bleiben wird. Denn in diesem Fall müssen auch die „büßen“, die das vorprogrammierte Chaos als „Teufel an die Wand gemalt“ haben, und nicht nur die Verursacher und Befürworter sowie Bücklinge.

In diesem Artikel wird einmal beschrieben, welche Auswirkungen Migration auf Herkunfts- und Zielländer aus Sicht der Population haben kann.

Eines aber wird m. E. viel zu wenig ins Blickfeld gerückt: Wenn der Westen tatsächlich in Zukunft nur die wirklichen Fachkräfte aus den Drittländern anwirbt, fehlen in deren Heimatländern wiederum deren Arbeits- und Aufbaukraft.

Doch zurück zu Wandel und Propaganda

Wer glaubt, dass auf YouTube sich nur „Freie“ tummeln, ist bei ca. 60 Kanälen dem Schmierentheater von ARD und ZDF regelrecht auf den Leim gegangen. Diese Kanäle mit den modernen Namen wie z.B. „Y-Kollektiv“ oder „Guten Morgen Internet“ werden zu 100% vom 100%igen Tochterunternehmen von ARD und ZDF „FUNK“ finanziert. Jährlich erhält „FUNK“ von ARD und ZDF 45 Mio. EURO dafür bereitgestellt. Der Wandel liegt darin, dass früher offene Propaganda betrieben wurde, heute jedoch unterschwellig. Es ist wie bei Photo Shop: Glaube nicht, was Du siehst oder nicht selber manipuliert hast.

Als kurz nach dem zweiten Weltkrieg der Verein „Schutzgemeinschaft Deutscher Wald“ ins Leben gerufen wurde, diente dieser ausschließlich der Aufklärung über Flora und Fauna, sowie der Aufforstung, nachdem die Bevölkerung in den Jahren des Darbens und der Armut in den kalten Wintern Teile von Wald und Alleen kahlgeschlagen hatte, um mit dem Holz zu heizen. Auch die Siegermächte haben sich mit Holz als Reparationszahlung großzügig aus dem deutschen Wald bedienen lassen. Heute ist dieser Verein aus dem Fokus geraten, während sich neue Organisationen gebildet haben wie z.B. „NABU“, „BUND“, „GREENPEACE“ und DUH (Deutsche Umwelthilfe), die, und vor allem die DUH, nur auf der Welle Umwelt reiten, um sich und den industriellen Mitstreitern Vorteile zu verschaffen und das gemeine Volk zu knechten. 

Der Wandel ist damit aber noch lange nicht zu Ende. Auch die Ethik unterliegt diesen Wandlungen. Während in früheren Zeiten das ungeborene Leben einen erheblichen Schutz genoss, den auch die Kirche in vollem Umfang mittrug, hat man in der jüngsten Vergangenheit diesem Lebewesen den Schutz sukzessive entzogen. Die SPD (Sozis Plündern Dich) schreckt sogar nicht vor Anstiftung zum Mord zurück. Sie will die Abtreibung als strafbare Handlung gänzlich abschaffen und sie bis zum Zeitpunkt der Geburt erlauben.

HALLO?

Ein weiterführender Gedanke könnte logischerweise der sein, dass künftig die Eltern entscheiden können ob sie dieses „grässliche ungehorsame Kind nicht entsorgen sollten statt es weiterhin durchzufüttern. (Ironie aus!)

Ob das die Koalition mit der CDU/CSU aushält, werden wir möglicherweise noch in dieser Woche erleben.

Früher hat die Regierung ihre Berater aus eigenen Kompetenzen rekrutiert. Heute hat man die Beratung „outgesourcet“ (sprich: autgesorst). Die Regierung gibt jährlich 716 Mio. EURO für externe Berater aus. Ein Zugeständnis an die eigene Inkompetenz der Söldner in den eigenen Reihen.

Der Wandel hat auch in die Bildung Einzug gehalten: Das Bildungsniveau wird seit geraumer Zeit im Zuge der „Chancengleichheit“ immer weiter an das Niveau der „Zurückgebliebenen“ nach unten angepasst. Die Krake Staat hat sich bis in die Schlafzimmer und Kinderstuben vorgeschlichen. Um die frühkindliche Pädagogik bis in Kleinste durchzustilisieren, hat jetzt die Amadeu-Antonio-Stiftung eine Broschüre namens „Ene, mene, muh – und raus bist du!“ herausgebracht, die genau erklärt wie man u.a. Nazis erkennt. Kein Scherz!

Ich könnte stundenlang so weitermachen. Doch will ich die Geduld der Leser nicht aufs Äußerste strapazieren. Nur noch eines zum Schluss als Beweis wie wenige Menschen ein ganzes Volk in Misskredit bringen können:

Die Deutsche Bank zahlt aus in bar! (aus Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz: Marius Müller-W.)

Die Deutsche Bank galt einmal als der Inbegriff Deutscher Tugenden, die uns weltweit viele Vorteile gebracht hat. Inzwischen ist sie ein Moloch, in dem Geld gewaschen wird, unseriöse Geschäfte gemacht und auch den Kunden angeboten werden. Seit der Ära Ackermann ist der Abstieg in den Kapitalsumpf unaufhaltsam fortgeschritten. In absehbarer Zeit wird sie vermutlich den immer wieder verschoben Absturz erleiden. Die Verursacher haben ihre „Schäfchen im Trockenen“, aber die Sparerwelt wird erhebliche Verluste erleiden. Die Deutsche Bank wird im Abwärtsstrudel auch Geschäftspartner und andere Banken mit sich reißen, weil die Geschäfte bis zur Unkenntlichkeit von außen verzweigt und partitiert sind. Dann ist das ein weiterer Erfolg für die Fädenzieher, Deutschland auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit und den Dritte-Welt-Status.

Genießen Sie also Ihr Leben, solange Sie noch können. Denn mit diesem Video kann ich Ihnen vielleicht ein Lächeln auf Ihr Gesicht zaubern.

Der Wandel in der Gesellschaft und dessen Folgen. Der Genderwahn karikativ:

Gendergerechte Begrüßung von  Steffen Königer im Brandenburger Parlament

Zeit seit eh und je im ständigen Wandel

Verträge der Zeit
Verträge

In letzter Zeit ist viel mehr passiert als wir glauben, ertragen zu können. Neben den politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen werden wir auf Nebenschauplätze geleitet, die uns die reale Sicht auf die Dinge versperren und somit in unserem Handeln einschränken.

So geschehen bei mir. Ich bekomme immer wieder Rückmeldungen auf meine Artikel, was mich natürlich freut; beweist es mir doch, dass meine Ausführungen gelesen werden und die dahinterstehenden Botschaften von den geschätzten Lesern empfangen werden. Die eingesendeten Kommentare sind sehr unterschiedlich. Viele sind sehr privat und nicht für die Öffentlichkeit geeignet, auch positive. Es kommt aber auch vor, dass sich jemand über meinen Schreibstil echauffiert und sich schon einmal im Ton vergreift, leider auch in einer unsachgemäßen Terminologie. Es werden Attribute verwendet, die bedauerlicherweise in der Sache keinen Bezug haben und deshalb noch nicht einmal zu einer Beleidigung taugen, weil sie schlichtweg falsch angewendet werden und den Anwender bzw. die Anwenderin aus Unachtsamkeit in einem gewiss ungewollten Licht erscheinen lassen. Deshalb werden solche Kommentare auch nicht veröffentlicht, weil sie den Schreiber/die Schreiberin kompromittieren könnten, was, vor allen Dingen von mir, nicht gewollt ist. 

Alles lässt sich aber geradebiegen, indem man miteinander kommuniziert und diskutiert, wie eben in einer gelebten Demokratie, die in dieser Zeit mehr denn je hochgehalten werden und zur Anwendung kommen muss. Jeden Tag wieder und immer wieder. Es muss in einer gelebten Demokratie möglich sein, Meinungen, auch außerhalb des so genannten „Mainstreams“, zu manifestieren, ohne dass man unflätig und unsachlich bestenfalls nur zusammengebrüllt wird.

Die Verarbeitung von Korrespondenzen dieser Art kosten eine Menge Zeit, die ich lieber in Recherchen investiere. Doch Manches kann und will ich einfach nicht im Raum stehenlassen. Dafür sind mir die Menschen zu wichtig.

Doch nun zum politischen Thema dieser Zeit:

Vor etwa einem Monat beschrieb ich grob die Situation um den „Globalen Migrationspakt“, den die UNO ausgeheckt hat und im Dezember in Marrakesch  von vielen Staaten unterschreiben lassen will. 

Anstelle der angekündigten Übersetzung des Paktes aus dem Englischen und dessen Kommentierung habe ich mich entschieden, die Marschrichtung in Kürze darzulegen und die Übersetzung zu verlinken. So kann sich jeder nach Gusto in das Papier en detail einarbeiten oder es eben im Wesentlichen überfliegen und sich seinen eigenen Reim darauf machen.

Dieser Pakt stellt zunächst eine Willenserklärung dar und soll nicht strikt bindend für die Unterzeichnerstaaten sein. Aha, mag so mancher denken und sich bequem im Stuhl zurücklehnen. Gerade das aber ist in dieser Zeit etwas sehr Gefährliches: Wird diese Willenserklärung politisch umgesetzt ohne gesetzliche Grundlage der einzelnen Länder, wandelt sich diese Willenserklärung mit der Zeit in ein Gewohnheitsrecht. Das ist dann der Punkt, von dem es keine Rückkehr mehr gibt und die Willenserklärung faktisch zur Rechtsgrundlage mutiert.

Freier Personenverkehr

Der freie Personenverkehr aus Drittländern in die EU und eben nach Deutschland wandelt den Status der Einreisenden von heute illegal in dann legal in der Zeit nach der Unterzeichnung. Es muss kein Grund mehr für die Einwanderung vorgegeben werden. Wenn die Einwanderer erst einmal hier sind, müssen sie auf dem gleichen Niveau versorgt werden wie diejenigen, die das Sozialsystem mit ihrer Arbeit finanzieren und sich Ansprüche mit jahrelangen Einzahlungen erworben haben.

Und genau aus diesen beiden oben genannten Gründen haben sich die USA und Ungarn direkt von diesem Pakt distanziert und verweigern die Unterschrift.  Möglicherweise wird auch noch  Österreich folgen. Deutschland jedoch wird, aller Wahrscheinlichkeit nach, im Dezember unterzeichnen, obwohl eine klare Antwort auf die Frage aus einer der Fraktionen zu diesem Thema im Bundestag von der Bundesregierung zur Zeit aussteht. Als erster antwortete Michael Roth, Staatsminister im Auswärtigen Amt, ausweichend:

„Ich kann Ihnen versichern, dass wir hier über Zahlen sprechen, die bei weitem nicht dem entsprechen, was die Bundesrepublik derzeit an Einwohnerinnen und Einwohnern hat.“

Das kann alles heißen, auch, dass die Zahl der Zuunsströmenden die Zahl der in der Bundesrepublik derzeit Lebenden weit übertreffen kann.

Des Weiteren hat er Eingangs seiner Worte behauptet, die Frage nicht verstanden zu haben und musste durch den Bundestagspräsidenten belehrt werde. Dann wollte er, aus welchen Gründen auch immer, nicht auf den Inhalt des Migrationspaktes eingehen.

Die im Prinzip größte Blamage bieten aber Abgeordnete aus der Bundesregierung und dem Parlament, die auf Anfrage angeben, den Inhalt dieses Paktes gar nicht zu kennen.

Zeit für eine Parabel

Für diejenigen, denen vielleicht jetzt gerade der Kamm schwillt, weil sie hinter der obigen Darstellung der zu erwartenden Umstände eine phobische Reaktion mutmaßen, will ich eine Parabel zum Besten geben:

Was passiert, wenn man den Ast absägt, auf dem man sitzt?

Familie Normalverbraucher bewohnt als dreiköpfige Familie eine moderne Dreizimmerwohnung. Sie haben sich das Leben mit aktuellen Möbeln und Haushaltsgeräten, sowie Küche und anderen Ausstattungen mithilfe von Bankkrediten kommod eingerichtet. Um sich das auch alles und die Erziehung ihres einzigen Kindes leisten zu können, arbeiten beide Eheleute. Der Vater verdient gut als höherer Angestellter in der Forschung und die Mutter leistet ihre Arbeit in einem Labor für qualitativ hochwertige Analysen. Sie sind beide weltoffen und zu jedermann freundlich. 

Die Orte der Region, in der sie leben, haben sich vor geraumer Zeit zu einer Union vereinigt. Die Wirtschaft läuft gut, die Wissenschaft macht Fortschritte und die Industrie boomt. Die Gemeinden drumherum, auch die ferneren, haben die Möglichkeit, sich ebenfalls in einer Gemeinschaft zusammenzutun und gegenseitig zu stärken noch gar nicht für sich entdeckt, schauen aber mit der Zeit neidisch auf die beschriebene Union herab. Sie liegen stattdessen mit allen möglichen Nachbargemeinden immer wieder im Clinch und verlieren durch kurzfristiges Denken an die wirtschaftlichen Heuschrecken, die sich in deren Region festbeißen, immer mehr Volksvermögen. Mit der Zeit kommt der Hunger und auch andere Not.

Das sieht die Union und gibt freundliche Zeichen an die Not leidenden Anrainer, sich in die Union zu begeben, um dort Hilfe zu erfahren.

Willkommenskultur der Zeit

Der Bürgermeister des Ortes, in dem die Familie Normalverbraucher lebt, entscheidet im guten Glauben, für die Bewohner gut zu agieren, wenn er die Einladung explizit für seinen Ort ausspricht und die Ankömmlinge direkt in seine Heimat leitet. Die meisten Bewohner des Ortes sind Feuer und Flamme für die Aktion des Bürgermeisters. Sie laufen auf die Straßen und den Ankömmlingen mit ausgebreiteten Armen entgegen, kümmern sich rührend um deren Belange und Wünsche. 

Eine kleine Anzahl von Bürgern dieses Ortes jedoch ziehen die Augenbrauen hoch und sprechen vorsichtig Warnungen aus, dass die Bürger dieses Ortes den schwellenden Ansturm der Anrainer nicht werden verkraften können und dass man bei vielen gar nicht wisse, aus welchem Ort sie stammen. Mit einer Geste werden die Warnungen von der Mehrheit der gutmeinenden Menschen vom Tisch gefegt und die Warner als intolerant, ewiggestrig bezeichnet und mit anderen, schlimmeren Attributen belegt.

Es ist nicht zu schaffen

Im Ort wird es mit der Zeit eng. Familie Normalverbraucher stellt auf Bitten des Bürgermeisters bereitwillig das Kinderzimmer zur Verfügung. Ein freundlich lächelnder Anrainer zieht ein. Die Familie ernährt und kleidet den Mann. Er nennt sich Ben Müller und behauptet, erst 15 Jahre alt zu sein; kann das aber anhand von fehlenden Papieren nicht beweisen. Normalverbrauchers glauben ihm.

Der Bürgermeister findet, dass dieser arme Junge Kontakt zu seiner angestammten Familie brauche und holt diese zu den Normalverbrauchers in deren Wohnung, wo sie, wie der Jugendliche, Ernährung, Kleidung und Taschengeld erhalten.

Aufgrund der Enge kommt es zwischen den Gästen und der Familie Normalverbraucher zu immer heftiger werdenden Streitigkeiten um die Vorherrschaft über die Wohnung. Den schließlich massiven Bedrohungen der Gäste hat die Gastfamilie nichts entgegenzusetzen. Die Forderungen der Gäste nach mehr Komfort und Taschengeld drohen schließlich, im Bankrott der Normalverbrauchers zu enden. Eine erbetene Hilfe durch den Bürgermeister wird ihnen verwehrt mit dem Argument, dass der Ort selbst aufgrund der besonderen sozialen Aufgaben nicht genügend Mittel zur Verfügung hätte.

Emigration von Fachpersonal

Eines nachts hat Familie Normalverbraucher die Realität erfasst, packt die Koffer mit dem Nötigsten und zieht weg. Auf dem Weg zu ihrem neuen Wohnort irgendwo da draußen begegnen sie Menschen, die ähnliche Erfahrungen mit den Gästen gemacht haben. Viele von ihnen sind aber finanziell nicht in der Lage, wie die Normalverbrauchers zu emigrieren. Andere wollen ihre Heimat nicht verlassen und begehren gegen alle möglichen Widerstände auf. Die Befürworter der Politik des Bürgermeisters streben derweil die Vernichtung der Widerständler an. Das wiederum unterstützt der Bürgermeister ideologisch und finanziell. Schließlich sieht er in den Gästen Menschen, die das Schrumpfen seiner Bevölkerung wettmachen und die Steuerquellen wieder sprudeln lassen.

Das von den Widerständlern vor einiger Zeit prognostizierte Ende ist nun da: Die Kasse des Bürgermeisters ist, trotz der hohen Steuereinnahmen leer, die Schulden können nicht mehr bedient werden. Die Bürger ächzen unter der Abgabenlast, können sich vielfach keine Wohnung mehr leisten und leben auf der Straße, während die Gäste es sich in den leerstehenden Immobilien gemütlich gemacht haben.  

Inzwischen hat der Bürgermeister für den Ort und sich Konkurs angemeldet. Die Gäste sind sehr ungehalten über die Zahlungsunfähigkeit und versuchen, den Bürgern nun die begehrten Hilfen abzupressen. Doch die sind ebenfalls nicht in der Lage, den Forderungen nachzukommen. So ziehen nun die Gäste erst marodierend durch die ehemalige Heimat der Normalverbrauchers und verlassen die Region dann, um ihre Forderungen in anderen Gegenden durchzusetzen, bis auch dort sie die Grundlage ihres Bleibens eigenhändig vernichtet haben.

…Und wenn sie nicht gestorben sind, dann marodieren sie noch heute…

Die ganze Parabel lässt sich aber auch in kurzen Worten wiederfinden:

Wenn ein Besucher in den Kral kommt, freuen sich die Urwaldbewohner,

schlachten ein Schwein und feiern ein Fest.

Wenn drei Besucher kommen, ziehen die Häuptlinge die Augenbrauen hoch.

Wenn zehn Besucher kommen, greifen alle zu den Waffen.

(Quelle unbekannt)

Die Gesellschaft im Wandel der Zeit

Heidi Hastig und Gesellschaft
Heidi Hastig

Heute, am ersten Sonntag im neuen Jahr, hatte sich Heidi wieder zum Kaffeetrinken angesagt. Im letzten Telefonat verabredeten wir ein Gespräch über die Gesellschaft im Wandel der Zeit. Bei dieser Gelegenheit lud ich auch Ihren Mann Rudi mit ein. Denn manchmal hat er nichts Besonderes vor und freut sich dann, mit von der Partie zu sein.

Pünktlich zur verabredeten Zeit standen auch beide vor meiner Tür.

”Na, denn kommt man ’rein” sagte ich und machte dabei eine einladende Geste.

Mit den Worten: ”Nochma frohet Neuet” trat Heidi ein, gefolgt von Rudi, der dabei ergänzte: ”Ja, von mir ooch.”

”Vielen Dank! Auch an Euch,” antwortete ich und schloss die Tür hinter den beiden. Die Mäntel legte ich in der Diele auf die Couch.

Wir, die kleine Gesellschaft, nahmen am Kaffeetisch Platz. Ich schenkte uns allen Kaffee ein und bedeutete den beiden, sich doch bitte am Kuchen zu bedienen. Wir strahlten uns an.

”Schön, euch wiederzusehen”, eröffnete ich das Gespräch. Die beiden dankten es mit einem Lächeln. ”Wie ich weiß, habt ihr es dieses Mal doch tatsächlich geschafft, alle eure Kinder und Enkel zumindest am ersten Weihnachtsfeiertag zusammenzutrommeln.

”Oh, war det schön! Wir war’n ’ne richtje Gesellschaft!” rief Heidi begeistert. Sie blickte zu ihrem Mann, streichelte seine Hand und forderte von ihm eine Bestätigung: ”Nich, Rudi?” Der hatte den Mund gerade mit Kuchen voll; nickte aber stattdessen.

”Na, dann erzählt doch ’mal,” forderte ich die beiden auf.

Als Heidi nun anfing, von diesem Tag zu berichten, glühten ihre Augen förmlich. ”Weeßte, die hatten det doch hinjekricht, det se alle erst am zweeten Weihnachtstach zu de Schwiejaeltern fahr’n konnt’n. Und Sonderschichten ham Rolf und Dieta diesma abjelehnt. Hab ick mich jefreut! Und de Enkel, wat die uns mitjebracht ham…. De Jana, de kleenste vom Rolf, is ja erst 5, hat uns ’n Bild jemalt, mit Fingafarb’n. Det muss ick Dir unbedingt ma zeijen, wenn de ma rüberkommst zu uns. Ick jlaube, die hat Talent.”

”Ja, unbedingt. Beim nächsten Stadtbummel koofen wa ’n Rahmen, und det Bild kommt an die Wand,” warf Rudi ein.

”Das finde ich großartig. Wenn das so ist, was das Talent anbelangt, dann braucht sie von ihren Eltern Unterstützung. Ich will hier gar nicht von Förderung reden, weil das meistens in Stress für die Kinder ausartet,” setzte ich hinzu.

”Aber glaub man, alle anderen Kinder sind ooch nich ohne. Alle haben se irgendeine Bejabung, ob det Schauspielern is oder eben nur singen; auch beim Basteln sind se fix mit viel’n Ideen dabei. Na, unsere Kinder sind ja auch nich ohne Talent und Ideen. Det haben se in den Genen.” Beim letzten Satz stand der ganze Stolz in Rudis Gesicht geschrieben.

”Als wa denn det Mittach fertich hatten,” fuhr Heidi mit ihrem Bericht fort, ”ham wa jleich de Bescherung jemacht. Wat ham se sich alle jefreut. Aber die Numma eins war’n de neuen Händies, die Jana, de älteste von Rolf, und Jens, de älteste von Dieta, Heilich Abend  jekricht hatten. Währ’nd die andern mit de Jeschenke spielten, war’n  die beeden ständich am Tipp’n uff de Dinga. Als ick ma frachte, wat se denn da so wichtjet tipp’n, sachte Jana – die is ja nun schon 14 – ’Mensch Oma, kennste WhatsApp nich?’ ’Nee,’ sach ick. ’Wat is’n det?’ Da sacht se doch glatt: ’Mensch, Oma wo lebste denn? Mit WhatsApp kannste Dich mit ganz viel’n Freunden unterhalten, das Neuste austauschen, einladen, verabreden und dich in der Community beweg’n. Du weißt immer und überall das Neuste. Das is total cool. Du musst nur dran bleiben.’ ’Ooch nachts?’ hab ick se spaßeshalber jefracht. ’Na klar, Oma, das check ich morgens als erstes.’ Kennste denn die Leute alle, mit den’n du da tippst?’ hab ick noch ma nachjefracht. ’Nö,’ sacht se, ’aber is das nich cool wie viele Follower ich habe? Das ist wichtig. Da biste wer.’ Da zeicht se mir ihr Händie kurz. Und da hatte se schon wieda ’ne neue Nachricht.

So, da hab ick erst ma jeschluckt, aba nüscht weiter jesacht, bloß de beeden Väta anjekiekt. Die zuckten mit de Achseln und meenten, det sich det schon wieda jeben würde, wenn det allet nich mehr neu is.”

Während Heidi sich in Rage redete, nickte Rudi ab und zu beipflichtend und meinte nun: ”Das kann glauben wer will! Ick nich! Wenn de inner Stad bist, siehste de jungen Leute nur mit’m Händie beschäftigt. Neulich hätte mich beinahe so’n junger Dachs voll umjerannt. Dann hat er aufgekuckt und is weiter. Der hat sich nich mal einschuldicht. ’Unverschämter Bengel,’ hab’ ich ihm noch nachgerufen, aber da kam nix.”

”Ja,” stimmte ich zu, ”ich finde, da hat sich in der Gesellschaft viel verändert. Gerade in der Stadt, wo alles irgendwie anonymer ist. Die Leute laufen täglich in ihrem Hamsterrad, das für die wie eine Karriereleiter aussieht, und blenden vielfach ihr Umfeld aus. Das gilt auch für die Kinder. Die Kinder werden im Kleinkindalter in fremde Hände gegeben und damit die Erziehung abgegeben. Am Abend ist die Kraft, die die Kinder den Eltern abverlangen, einfach nicht mehr vorhanden, und die Stunden bis zum Zubettgehen sind nicht immer von Harmonie geprägt. Da bleibt schon Einiges auf der Strecke.

Meine Mutter hat unseren ersten Schwarzweißfernseher erst in der ersten Hälfte der sechziger angeschafft. Und ferngesehen wurde auch nur selektiv. Da blieb viel Zeit für Unterhaltung und Gespräche.”

”Jenau!” warf Heidi ein. ”Ick hab mit 14 noch mit de Puppen jespielt. Die hatt’n keene Batterien, die ham wa noch selba hin- und herjeschleppt. Heute muss ja allet von selba loofen.”

Rudi ist technikaffin. Der letzte Satz seiner Frau rief ihn auf den Plan: ”Nee, ganz so kannste det ooch nich sag’n. Det is doch ’ne Errungenschaft, wenn de dir det Leb’n mit Maschinen oder gut’m Werkzeug leichter machen kannst. Die Motorseege zum Beispiel. Damit ham wa ruckzuck de Bäume unten jehabt. Mit de Handseege hätt’ det viel länga jedauert und wir hätt’n noch’n zweiten Mann an der Seege jebraucht.”

”Jaa, det is ja richtich,” sagte Heidi gedehnt, wollte sich aber nicht voll auf Rudis Argumente  einlassen.

Die Pause, die sie einlegte, nutzte ich, um grundlegend festzustellen: ”Dass die menschliche Gesellschaft sich mit jedem neuen Kopf verändert, ist das Gesetz der Entwicklung. Die Menschen sind individuelle Geschöpfe, die die Regeln des sozialen Gefüges von klein auf durch ihre Eltern als Vorbilder erlernen sollten, so wie es in konservativen Zeiten vor der ’68er Bewegung gang und gäbe war. Diese Bewegung legte den Grundstein zur sozialen Veränderung bis hin zur radikalen politischen Doktrin. Das ist die große Veränderung. Im Kleinen aber litt das zwischenmenschliche Verhalten, der Umgang miteinander, die Höflichkeit, gute Manieren allgemein erheblich. Mit dem Aufkommen der Emanzipierung der Frau entwickelte sich eine Ellbogengesellschaft. Durch die Frauen stieg die Zahl der Konkurrenten, auch auf dem Arbeitsmarkt, erheblich, was zu dem Verlust der engen Familienbande führte, da die Mutter nicht mehr im Haus war. Die Familie als ein intaktes Kleinod zerbrach irgendwann. Das Ergebnis ist die heutige Gesellschaft. Lockere, zeitlich begrenzte Verbindungen, Patchwork-Familien etc. pp.

Ich will hier keineswegs alles schlechtreden und ’rummäkeln. Das muss ich betonen. Wir haben eine moderne Gesellschaft mit ihren technischen Errungenschaften und Ideen, die uns voranbringen. Ich wünsche mir nur, dass gerade der nachwachsenden Generation in der Erziehung beigebracht wird, mit diesen technischen Errungenschaften maßvoll umzugehen. Die Menschen müssen sich wieder Zeit für einander nehmen und z.B. gemeinsam in der Familie frühstücken, statt mit einem Pappbecher Kaffee durch die Gegend zu rennen, während man noch eben seine Nachrichten in den social medias checkt. Auch der generelle Umgang miteinander muss wieder repektvoller und höflicher werden. Es muss ein Umdenken stattfinden.”

Beide, Heidi und Rudi, nickten zustimmend. ”Genau det fühl’n wa ooch schon so lange, nich, Heidi?” fragte Rudi. Heidi nahm seine Hand und streichelte sie zärtlich. Ihre Blicke trafen sich und verrieten wie sehr sie sich immer noch liebten und verehrten. Dieses Bild habe ich gerne vor Augen.

Nach einer Zeit, in der wir das Thema Familie und Gesellschaft noch diskutierten, verabschiedeten sich die beiden aufgeräumt und entspannt.

Ich schloss hinter ihnen die Tür und merkte auch in mir eine gewisse Zufriedenheit. Wieder ein schöner Nachmittag!