Fiorina L. – Ein Opfer der Polizei in Frankreich

Fiorina L. nach der OP.
Die Studentin Fiorina L. nach der OP. Quelle: Boulevard Voltaire

Die Polizei in Frankreich geht, offenbar seit Beginn der Proteste, mit brutaler Gewalt gegen die Demonstration  der Gelben Westen vor. Inzwischen ist hinlänglich bekannt, dass die Provokateure nicht aus den Reihen der Gilets Jaunes stammen, sondern  denen der „Casseurs“, der französischen Antifa. Die Studentin Fiorina L. liefert mit der Öffentlichmachung ihrer Verletzung, die sie bereits am 08. Dezember 2018 durch die Polizei zugefügt bekommen hatte, den Beweis, dass Macron offensichtlich schon sehr zeitig die „Hosen gestrichen voll“ hatte und mit Brutalität antwortete.

Dem alternativen Medium „Boulevard Voltaire“ gab sie ein Interview, das ich aus dem Französischen ins Deutsche übersetzt habe:

Fiorina L.: „Ich fühle mich immer noch  mehr „Gilet Jaune!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass all diese Personen umsonst verletzt worden sein sollen…“

Fiorina L., 20, verlor am 8. Dezember bei einer Demonstration gelber Westen ein Auge, nachdem sie von einem Polizisten eine Tränengasgranate bekommen hatte.

Sie erzählt und analysiert die Fakten am Mikrofon des Boulevard Voltaire.

BV: Wie geht es Ihnen heute?

Fiorina: Es wird besser und besser. Die Müdigkeit ist immer noch da, aber ich erhole mich langsam.

BV: Können Sie die Leser von Boulevard Voltaire an die Umstände Ihrer Verletzung erinnern?

Fiorina: Wir waren gegen 14 Uhr an der Spitze der Champs-Elysees Es war ziemlich ruhig, bis die Antifa (Casseur – Anm.d. Red.) begann, ein Geschäft auf der anderen Straßenseite der Avenue zu zerstören. Die Polizei begann daraufhin anzugreifen, um die Feuerwehrleute passieren zu lassen, das Feuer auszulöschen, das von der Antifa gelegt worden war.

Wir waren hundert gelbe Westen zur Linken der Polizei. Es war sehr ruhig auf unserer Seite. Sie haben angefangen, Tränengas abzufeuern. Ich habe nicht mehr zu viele Erinnerungen, aber ich habe mir den Schuss einer Tränengasgranate im linken Auge eingefangen. In diesem Moment bin ich völlig zusammengebrochen.

BV: In welchem Gefühlszustand befinden Sie sich heute?

Fiorina:Ich bin nicht sauer auf die Polizisten, aber ein bisschen gegen den Polizisten, der freiwillig geschossen hat.

Sie bereiteten sich für fünf Minuten vor dem Laden vor bevor sie angriffen. Also war es kein Schuss im letzten Moment einer Gefahr. Ich schätze, es war freiwillig und wohl überlegt.

Andererseits bin ich gegen die Polizei im Allgemeinen nicht wütend. Während ein Polizeibeamter möglicherweise seine Arbeit schlecht erledigt hat, repräsentiert sein Handeln nicht die gesamte Polizei.

BV: Eine Gemeinschaftskasse wurde online eröffnet, um Ihre Pflege abzudecken und Ihnen zu ermöglichen, Ihr Leben fortzusetzen. Wie haben Sie diese Initiative begrüßt?

Fiorina: Zuerst habe ich nicht viel realisiert. Diese Initiative hat mich im Moment überrascht. Ich danke wirklich allen Teilnehmern. Es berührt mich zutiefst.

Diese Kasse hat mir vorerst geholfen, um die Kosten zu tragen, die anfielen, um mich mit dem Taxi und Krankenwagen ins Krankenhaus zu bringen. Die Gebühren müssen vor der Erstattung vorgestreckt werden.

Ich bin wirklich gerührt bei diesen Geschenken. Ich denke, ich werde das Geld aus dieser Kasse an die medizinische Forschung spenden.

BV: Fühlen Sie sich nach dem Erlebten noch immer als gelbe Weste? Läuft der Kampf immer noch?

Fiorina: Ich fühle mehr gelbe Weste als zuvor. Heute bin ich wirklich betroffen und empört, all diese Verwundeten zu sehen. Wir müssen den Kampf friedlich fortsetzen und nicht aufgeben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass all diese Leute umsonst verletzt werden. Wir müssen den Kampf wirklich gemeinsam fortsetzen.

BV: Sie haben leider durch diesen Tränengasschuss ein Auge verloren.War ihnen bewusst, dass ihnen durch die Teilnahme an dieser Demonstration solche Gewalt widerfahren könnte?

Es war meine allererste Demonstration. Ich hatte darüber nachgedacht, aber nicht in diesem Punkt. Ich war überrascht Ich wusste, dass es während der Demonstrationen immer Gefahren gab, aber ich dachte nicht so. Ich hatte nicht erwartet, ein Auge zu verlieren, besonders von der Polizei. Ich ging immer noch auf die Idee ein, dass es einen Kampf geben könnte. Ich war sehr überrascht von der Gewalt.

Ich war das allererste Mal bei einer solchen Veranstaltung. Ich hatte darüber nachgedacht, aber an diesem Punkt nicht. Ich war überrascht Ich wusste, dass es während der Demonstrationen immer Gefahren gab, aber ich dachte nicht so. Ich hatte nicht erwartet, ein Auge zu verlieren, besonders von der Polizei. Ich ging immer noch auf die Idee ein, dass es einen Kampf geben könnte. Ich war sehr überrascht von der Gewalt.

Quelle:

http://www.bvoltaire.fr/fiorina-l-je-me-sens-encore-plus-gilet-jaune-je-ne-peux-pas-imaginer-que-toutes-ces-personnes-soient-blessees-pour-rien/?mc_cid=e5c6e1ea80&mc_eid=1d1cd20c53

Der Einsatz von Flashballs auf die Köpfe der Demonstranten

Sputnik News hat in einem Beitrag zusammengefasst, was auf den Straßen Frankreichs geschehen ist:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20190118323634911-gewalt-gelbwesten-proteste-polizei/

Ein aktueller Artikel in der Daily Mail veranlasste Journalistenwatch, über die Brutalität der Macron’schen Schlägertrupps und Schützen anlässlich des neunten Samstages der landesweiten Proteste aus Bordeaux zu berichten, was ich ja auch schon mal erwähnte:

Gelbwesten-Demonstrant im Koma: „Wenn Macron seine Revolution haben will, dann kriegt er sie!“