Grüße nach Hause aus den Bergen

Métabief, Blick auf den Wald
Métabief im Schnee mit Blick auf den nahen Wald

Bonjour à tous!

Heute, liebe Leser, möchten wir, Jessica und Heidrun, Euch recht herzliche Grüße aus den Bergen senden, einer Gegend, in der ich mich schon seit den neunziger Jahren ”herumtreibe”.

Wir befinden uns im französischen Teil des Jura nahe der Schweizer Grenze, in etwa 1000 m Höhe.

Métabief von Wanderers Aussicht
Métabief vom Berg Mont d’Or

Während der letzten 2 ½ Jahrzehnte hat sich das Dorf Métabief (sprich: Meetabjee) Mont d’Or zu einem immer populärer werdenden Skigebiet entwickelt. Aber auch die anderen Jahreszeiten haben durchaus ihren Reiz. Denn zu jeder Jahreszeit angepasst ist es möglich, sich freizeitlich nach seinem Gusto zu betätigen.

Im Sommer, beispielsweise, werden u.a. internationale Wettbewerbe in der Disziplin Mountainbike-Abfahrt veranstaltet.

Ankündigung einmal anders: Der internationale Wettbewerb der Mountainbike-Abfahrt
Sessellift für die Teilnehmer
Sessellift zum Startpunkt des Wettbewerbs

Außer Konkurrenz kann man auch auf dem Ballonbike die sommerlichen Pisten den Berg ”hinabbrettern”. Für die Wanderaffinen und Kletterbegeisterten

Heidrun in der Kletterwand
Die Kletterwand für die Fitten

gibt es u.a. auf dem Berg Mont d’Or ein ”Refuge”, also ein Refugium, in dem man sich vom Wirt kulinarisch verwöhnen lassen kann.

Und wer baden möchte, hat es nur wenige Kilometer bis zum Bergsee.

Rundweg um den Lac Saint-Point
Der Weg um den See Saint-Point

Zwischensaisonal gibt der Frühling in den Wäldern ringsum eine wunderbare Flora und Fauna frei –

Frühling in den Bergen
Wunderschöner Frühling
Schnecke im Gras
Auch sie ist ein Teil der wunderbaren Fauna

besonders an den Ufern der vom Schmelzwasser angefüllten Doub, dem Fluss, dem die Region ihren Namen verdankt und der auch hier seine Quelle hat.

Wilde Doug mit Schmelzwasser prall gefüllt
Das Schmelzwasser macht die Doub wild

Der Herbst löst Hoch- und Spätsommer ziemlich abrupt ab. Und kaum später liegt der Geruch von Schnee und Kälte in der rauen Luft.

Den Bürgermeistern der Vergangenheit und Gegenwart ist es zu verdanken, dass Métabief diesen hohen Freizeitwert entwickeln konnte. Man setzt alles daran, dass nicht nur die Freizeitbetätigung stimmt, sondern auch die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum sowie Unterkünften für Jugendliche und die Hotellerie nicht zu kurz kommt. Des Weiteren bringt die Kommunalpolitik auch die Entwicklung der benachbarten Gemeinden voran, was sich natürlich sehr positiv auf den Tourismus auswirkt.

Métabief Mont d’Or wird wahrscheinlich nie ein Kitzbühel werden, aber bei den Franzosen neben dem feudalen Grenoble auch einen gewissen Bekanntheitsgrad nie verlieren. Denn selbst in Paris kennt man Métabief.

hier geht's zum Paradies
… nur 1 km bis zum Paradies

Herzliche Grüße aus den Bergen

Heidrun

P.S. Update:

Die letzten 10 Tage hat es fast ununterbrochen geschneit. Dabei herausgekommen sind Schneehöhen am Berg von über 85 cm und im Tal von etwa einem halben Meter.

Der Parkplatz an der Skipiste war heute schon früh auch gerappelt voll.

Dicht an dicht die Autos vor der Skipiste
Voller Parkplatz an der Skipiste

Am Rand von Straßen und Plätzen türmen sich die Schneemassen. Und es wird täglich mehr.

Der Schnee reicht bis zur Höhe des Verkehrsschildes
Schnee so hoch, dass das Verkehrsschild in der Mitte fast nicht mehr zu sehen ist