Anstelle von krähenden Hähnen…

werden unsere Nachbarn frühs ab etwa 4 Uhr von Autos geweckt, die Ihre Insassen zu deren Arbeitsstellen bringen. Ganz besonders betroffen sind die Anrainer der L1015, die direkt und mitten durch unser Dorf führt. Ca. 12 Stunden später erfolgt dann das Ganze Procedere in umgekehrter Richtung.

Dass die Menschen aus nordsüdlichen Richtungen durch unser Dorf müssen, um ihr Fahrziel zu erreichen, ist unumstritten nachzuvollziehen.

Was uns jedoch aufgefallen ist, ist die Tatsache, dass Verkehrsregeln für die meisten nicht verfasst worden zu sein scheinen. Vor allem Geschwindigkeitsbeschränkungen verlieren offensichtlich im Duell gegen Zeitdruck oder Geschwindigkeitsrausch. Die unangenehmen akustischen Begleiterscheinungen sind dann natürlich die aufheulenden Motoren, wenn der Fahrer in einem möglichst kleinen Gang Richtung Süden bis zum Anschlag Gas gibt, um danach erst hinter dem Ortsschild – wo die erlaubten 100 km/h erst beginnen – bei vorher schon erreichter überhöhter Geschwindigkeit auch die höheren Gänge zu benutzen.

Aus Richtung Süden in unser schönes Dorf hinein ist es nicht viel anders: Teils ungebremst wird das Ortsschild passiert, und erst knapp vor der Kurve bzw. der Verengung der Straße lässt man die Bremsleuchten sehen. Die zu beachtende Vorfahrt in der Verengung für den Gegenverkehr aus Norden wird häufig genug – sogar verkehrsgefährdend – missachtet.

Da fragt man sich doch glatt, ob die 30km/h-Schilder nur der Dorfverschönerung dienen sollten, als man sie aufstellte, um einen  pflegeleichten (Schilder-) Wald oder ein alternatives (Farb-) Ambiente zu erhalten?

Ich finde es äußerst befremdend, dass der Bürgermeister aus Ammern im letzten Jahr meine Frage nach einer Verkehrskontrolle durch die Polizei mit den Worten zurückwies, die Polizei sei überlastet und könne deshalb kein Personal abstellen.

Fazit: Wenn Regelbefolgung, in welchem Bereich und wo auch immer, nicht kontrolliert werden kann, dann brauchen wir keine Regeln. Wir können dann tun, was wir wollen. Das sind doch schöne Gedanken, nicht?

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